Auf den Spuren Mozarts

Kieferer Hauptschüler testen den Mozart-Radweg zwischen Niederndorf und Walchsee

An einem sonnigen und warmen Tag Ende November war es endlich soweit- eine Gruppe unserer Klasse machte sich auf den Weg, um einen kleinen Abschnitt des über 4oo km langen Mozartradwegs selbst zu befahren und nach verschiedenen Kriterien zu testen: Fahrbahnbeschaffenheit, Beschilderung, Sehenswürdigkeiten am Wegesrand, Unterkunftmöglichkeiten, um nur einige zu nennen.

Nach 8 km Anfahrt ab unserer Schule stießen wir in Niederndorf zum erstenmal auf das Schild „Mozartradweg“, das uns in der Folge noch oft begegnen sollte und uns bis zum Walchsee begleitete.

An der Hauptschule Niederndorf vorbei führt uns der schmale asphaltierte Weg ( Niederndorfer Höhenweg) über eine sonnige Wiese zu einem Info-Schild, das auf eiszeitliche Spuren rund um Niederndorf hinweist. Nach 2 km müssen wir auf die Hauptstraße, an der aber ein befestigter Radweg verläuft.
Unsere geplante Befragung beim Gasthof Sebi, ob und wie viel Radfahrer die Unterkunft nützen und ob das Haus fahrradfreundlich eingerichtet ist, muss leider ausfallen, da um diese Zeit ( Ende November) fast alle Hotels und Pensionen Betriebsferien haben.
Nach weiteren 2 km geht es endlich wieder weg von der vielbefahrenen Hauptstraße. Wir biegen links in ein kleines Sträßchen ein, das uns durch einen Wald und immer am Bach entlang Richtung Walchsee führt. Hier müssen wir zum ersten Mal richtig in die Pedale treten, da zwei Steigungen zu überwinden sind.

Im Ortsteil Pütting, nach insgesamt 6 km Fahrstrecke, machen wir Rast an einer kleinen Kapelle, die gerade renoviert wird. Bis dahin kam uns nur ein Auto auf diesem Streckenabschnitt entgegen.

Nun geht es wieder über sonnige Wiesenwege Richtung Golfplatz.
Das Hotel dort ist zwar geöffnet, aber Radfahrer hätten hier noch nie Station gemacht, erklärte ein Angestellter- es ist eben ein Golfhotel.

Die letzten 2 km geht es eben und auf geteerter Straße durch die „Schwemm“, das größte zusammenhängende Moor Nordtirols, bis wir endlich am Walchsee eintreffen.

Für den Rückweg wählen wir einen anderen, ebenfalls gut beschilderten Radweg nördlich der Hauptstraße, die „Tirol-Vital-Route 27“, die längste durchgehend beschilderte Mountainbikeroute Tirols mit einer Länge von 320 km und 7500 Höhenmetern. Sie führt vom Tannheimertal bis Kitzbühel.

Nach einer kleinen Steigung und einem tollen Ausblick über den Walchsee radeln wir auf einer kaum befahrenen Teerstraße am Hotel Lederhof vorbei, bevor es das erste Mal steil bergab geht. Gut, dass wir diesen Weg nicht anders herum fahren; einige von uns hätten bestimmt Probleme bei dieser Steigung- aber es ist ja auch ein Mountainbike-Weg und kein Radwanderweg. In einem kurzen Waldstück  ist der Weg nicht mehr geteert, sondern schottrig, aber dennoch gut befahrbar. Kurz vor Ebbs geht es noch einmal steil bergab, dann passieren wir das St.Nikolaus-Kirchlein, den Raritäten-Zoo und treffen kurz hinter dem Ort auf den Inntalradweg, der uns zum Glück ganz flach und ohne Anstrengung über Kufstein zurück an unsere Schule bringt.

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